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Wer kennt ihn nicht? Den inneren Schweinehund? Eine durchaus unangenehme, aber häufig anzutreffende Spezies. Sorgt er doch dafür, dass wir unsere Ziele nicht erreichen und irgendwann frustriert resignieren. Er ist das Symbol für Willensschwäche und ein Meister der Ausreden. Es wird Zeit ihn an die Leine zu nehmen und ihm Manieren beizubringen.

Ich kenne das nur zu gut, der Wecker läutet und man denkt sich „nicht schon wieder“. Man bleibt noch ein paar Minuten länger liegen und vertröstet den Wecker um weitere 10 Minuten. Wenn man sich dann doch überwinden konnte, dann beginnen schon die ersten Ausreden.

Ach ist schon spät, ich habe jetzt aber keine Zeit mehr.

Es regnet, da habe ich keine Lust drauf.

Ich habe Kopfschmerzen, vielleicht später.

Bla bla bla bla!!!!

Mal sind die Ausreden einfallsreicher und man glaubt schon fast selbst daran, hin und wieder ist man sogar zu faul sich eine Ausrede einfallen zu lassen.

Ich kenne kein allgemein gültiges Rezept, wie man dieses Ungetüm bändigt, aber folgende Punkte haben mir geholfen in dieser doch sehr außergewöhnlichen Hass-Liebes-Beziehung die Hosen anzubehalten:

  • Früh schlafen gehen, dann kommt man morgens auch mit mehr Motivation aus dem Bett.
  • Morgenstund hat Gold im Mund. Sport sollte am Anfang des Tages und nicht am Ende stehen, da die Motivation über den Tag hinweg nachlässt.
  • Richte deine Laufsachen oder deine Fitnesstasche bereits am Vortag zusammen, die Willenskraft am Morgen ist vielleicht nach ein paar Sekunden schon wieder verflogen.
  • Sport muss abwechslungsreich und Spaß machen. Such dir eine Sportart die zu dir passt.
  • Gemeinsam macht Sport doppelt so viel Spaß. Trainingspartner motivieren und puschen sich gegenseitig.
  • Jeder braucht ein Ziel. Setze dir realistische und erreichbare Ziele, die aber auch ein gewisses Maß an Herausforderung bieten. Ziele müssen spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein.
  • Setze dir kleine Schritte, die du ändern möchtest. Ein Couch-Potato wird nicht in einem Monat zu einem Marathonläufer. Mach deine Schritte messbar (Distanz, Pace, Dauer, etc.). Dein Fortschritt lässt sich über die Messwerte erfassen.
  • Positiv denken. Negatives Gedankengut lässt jeden Schweinehund eine Party feiern.
  • Dokumentiere deinen Fortschritt, z.B. Gewichtsabnahme, Vorher-Nachher-Fotos.
  • Belohne dich, wenn du ein Ziel erreicht hast.

Hin und wieder kämpfe ich immer noch mit dem inneren Schweinehund und ich werde wohl noch so manche Schlacht verlieren, aber am Ende bin ich der Sieger.